oO _ Du _ Oo

Veröffentlicht: 24/08/2010 in die wunderbare Welt der Mia

Man lernt kennen, lernt mögen, lernt lieben. Man lernt entlieben. Lernt hassen. Lernt zurechtkommen. Man lernt tiefe Trauer und Verzweiflung. Das alles gehört zum Leben. Ohne das eine nicht das andere.

... ©tommy./flickr.com

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Du. Du bist es. Du bist da. Wo immer sie hingeht. Wo immer sie hinsieht. Da. Bist. Du.
Stehst jedoch nicht vor ihr. Bist irgendwo anders. Denkst mit Sicherheit nicht an sie. Bist beschäftigt mit deinem Leben.

Sie ist beschäftigt mit Leben. Mit Liebe, mit Sex, mit Essen und Trinken und Problemen und Lachen mit anderen.

Hasst dich. Vermisst dich. Liebt dich. Verabscheut dich. Will dich. Will dich nicht. Will dich hier haben. Will dich auf dem Mond sehen. Wünscht dir alles gute und alles schlechte. Nein, stimmt nicht. Wünscht dir nur das beste der Welt.

Kommt nicht von dir los und weiß nicht warum. Ist schon so lange her. Wird immer weiter her sein. Wird nie wieder kommen. Ist wohl auch gut so. Täte ihr nicht gut. Ist nicht die richtige für dich. Bist nicht der richtige für sie.

Verdammter Scheißkerl. Hast sie angewidert und dann ihr Herz geklaut. War unsicher, war jung, wollte nicht lieben. Und war so verdammt verloren. Schwamm in einem Strudel aus Fragezeichen. Wollte dich, doch wusste nicht wie. Fragte „wieso ich? Alle anderen sind viel toller“.

Hatte damit so Recht. Nahmst dir die anderen. Deine Freundinnen. Ihre Freundinnen- so dachte sie. Hast die Schlampen dir genommen und sie wenig später geküsst. Sie wusste, da ist was faul. War jung. War naiv. Wischte die Zweifel weg und fand eine Erklärung. Trauer bei der Dame. Lief ihr Leben doch grad‘ so schlecht. Lief ihr Leben noch schlechter, als sie hinter dir hockte und dich umarmte. Dich als ihren markierte. Konnte nicht ahnen, dass sie bald an ihrer Stelle sitzen würde.

Über beide Ohren verliebt und gefangen von Augen, tief und schön wie das Meer. Die in dem Kopf eines Mannes steckten, der sagte, dass er sie liebt. Dass er nicht glauben kann, dass man so schnell wieder süchtig nach Küssen sein kann.

Der sie betrog. Der sie wieder betrog. Der sich Freundinnen nach Hause holte um sie zu vögeln. Herausgefunden viel zu spät, denn da hatte Herz sich schon lange verabschiedet und gesagt „Tschüss. Ich geh jetzt. Komme wahrscheinlich nicht wieder. Will da bleiben!“.

Eine Nachricht, die ihr den Boden unter den Füßen wegzog. Wumm! Weg war er. Der Boden, auf dem sonst die Füße standen. Schwebte nun im Sturm aus Ungläubigkeit und dem Wunsch dir die Kehle aus deinem Scheiß Hals zu reissen. Mit den Händen zuzupacken und dich blutbesudelt zu fragen „Wieso? Wieso kannst du mich nicht lieben?!“.
Dachte schließlich, den Grund zu kennen für das Entzweien. Doch da- da schien alles anders.

Über beide Ohren gefangen von einem Lachen- so dreckig wie das des Teufels. So klar wie das eines wundervollen Menschens. Vernarrt in Hände und Arme. Zum halten geboren, zum berühren gedacht.

Du liebenswerter Mistkerl. Was bist du hübsch. Bist noch so jung im Herzen. Was bist du falsch, was bist du ein Arschloch. Warum hast du nur Augen, die sie aus deinen Händen fressen lassen?

Hat verziehen. Auch, dass dieser Mann versprach, dass er immer für sie da sein würde. Und er brach es. Brach Versprechen, brach Liebe, brach Vertrauen, brach ein junges Herz. Und ging unbeschwert seiner Wege.

Ging auch ihre Wege. Mal mehr,mal weniger leicht. Lernte, neu zu lieben. Lernte, zu entlieben. Lernte, dass sie wohl nie vergessen kann. Und lernte, dass es zu ihr gehört. Konnte lange damit leben und dachte auch, dass es nun endlich vorbei war. Es ging (ihr) gut.

Herz kam auch wieder. Setzte sich in’s gemachtes Nest. Irgendwann zogen auch Gefühle zu Herz. Doch Herz bleibt skeptisch gegenüber Gefühl.

Gefühl sagt: „Hey, hier bin ich. Lieb mich. So wie ich bin. Mitreissend und vergessend!„.
Aber Herz ist nicht mehr dumm. Hat sich nämlich weiterentwickelt. Ist jetzt neben Vatter Verstand der größte Skeptiker. Kein Wunder, hat sich ja verloren und kam nicht am Ziel an. Fiel hin und lag dann so auf dem Boden. Hoffe, dass es von dem richtigen aufgehoben würde.

Das ist wohl auch passiert.
Der Mann ist gut, der Mann ist treu. Der Mann tut gut. Kittet das Herz, streichelt es mit jedem Wort, mit jeder Berührung, mit jedem Lachen. Hat Augen, so schön wie Edelsteine. So richtig zum versinken. Hat Arme und Hände, zum berühren und halten geboren. Hat Charakter. Hat Moral. Und keine Hörner mehr, die sich dringend abgestoßen werden müssen.
Der Mann, er war der erste, der Gedanken löste. Der zum denken regen konnte, man könnte (ihn) vergessen. Kopf hat sich getäuscht, Herz auch, Verstand wusste ‚eh immer alles besser.

Und die Moral von der Geschicht‘? Die gibt es nicht!
Und das Happy End? Das, das gibt es schon. Nur wie das aussieht, das muss jeder für sich entscheiden.

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