Du bist so …

Veröffentlicht: 27/11/2010 in die wunderbare Welt der Mia
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Ein Tag. Nein, ein Abend. Mitten im Irgendwo. Nicht im Niemalsland, aber nicht „hier“. Nicht zu Hause. Weit weg von dem eben.

Schummriges Licht, gelb leuchtende Laternen, kalt weht ein lauer Wind. Ziehe mir meinen Bench-Kragen weiter ins Gesicht. Will mich schützen. Bin nervös. Bin hier mit dir. Warst du lang weg. Wie tot. Bist jetzt wieder da. Nah bei mir. Eine Handbreit entfernt.

Entschließen uns, sitzen zu wollen. Steigen Stufen. Da ist sie. „Unsere Bank“, die uns anschreit uns zu setzen und ungeklärte, brennende Fragen zu stellen. Sie zu klären. Aufzuklären. Erklären. Vielleicht sogar aus der Welt schaffen.

Setzen uns. Hinter uns Sprüher, Begeisterte und Kopfschüttler. Vor uns der Sonnenuntergang, Spaziergänger, schwanzwedelnde Hunde, Menschen, die mit Freunden ein paar Bierchen zischen und die Stadt.

Zigaretten rausgeholt. Angezündet. Geraucht. Geredet.

Unsere Münder öffnen sich, schließen sich. Bilden Buchstaben, Wörter. Zustimmende Ja’s, Fragen, Erklärungen. Keine Rechtfertigungen. Schließen sich um einen Filter nach dem nächsten. Unsere Worte geben Gefühlen und Gedanken Namen, geben ihnen Sprache. Sprechen die Sprache des Verständnisses, des Wissens, der Liebe und der Freundschaft.

„Es war eine Scheiß Zeit. Aber jetzt ist es vorbei.“
Ja. Ja, wie sehr es doch stimmt. 2 Jahre Fragen über Fragen. Hoffnungen und Resignation. Dachte, du bist tot. Bist im Knast. Dachte, du magst mich nicht mehr.

Und nun? Sitzen wir. Sitzen in „unserer“ Stadt. Zusammen. Wie eh und je. Bin skeptisch. Fühlt sich trotzdem richtig an. Fühlte sich schon richtig an, als ich du plötzlich vor mir standest und mich ansahst. Fühlte sich noch richtiger an, als du mich umarmt hast.

Nervoisität. Hass. Liebe. Was würde man fühlen? Alles wie beim alten oder alles neu? Ein bisschen von allem. Aber mehr alt als neu. Keine große Neufindung. Großes Vertrauen. Immer noch. Freundschaft. Tiefe, tiefe Freundschaft.

Tritt mich! Ich mach dir die Tür trotzdem auf. Bist zu wichtig als das ich sie zu machen könnte. Will es nicht. Tue es nicht. Kann es nicht. Dein Glück? Mein Verderben? Unwissen.

Wissen, dass es nicht falsch war. Das reicht für den Moment.

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