… du und ich …

Veröffentlicht: 08/02/2011 in Du
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Stell dir vor, ich wäre eine Löwin.
Stell dir vor, wie ein Löwin brüllt. Dann kannst du erahnen, wie sehr ich zerissen bin. Die Mundwinkel, die immer weiter einreissen, weil die Löwin mit ihrem Geschrei nicht klar machen kann was sie will und fühlt.

Du siehst das. Du hörst es auch.
Aber du verstehst es nicht.

Mein Kompass ist auf dich gepolt. Du bist sozusagen der Norden. Zu dir muss ich hin, wenn ich ankommen will. Wenn ich den richtigen Weg gehen möchte.
Ab und an schlägt die Nadel aus. Muss sie auch, denn manchmal muss man was anderes sehen. Aber das Ziel, das bleibst du. Nein. Das Ziel, das sind wir.

Zumindest jetzt.

Hörst du mich? ©martinteschner/flickr.com

Hörst du mich? ©martinteschner/flickr.com

Denn du bist der Löwe. Der brüllt. Der brüllt sich die Seele aus dem Leib.
Und wird nicht gehört. Du hast deine Jungen gefressen und kannst dennoch nicht aufhören zu brüllen.

Du musst weg. Denn keiner ahnt, was bisher in dir Schlummerte. Ein Löwe, der umherstreunen will. Ein Löwe, der das Risiko will, der brüllen will und sich dabei gut fühlt.

Und nun brüllen wir gemeinsam unser Leid in die Welt hinaus.
Mal brüllen wir, weil wir das selbe Leid haben und mal, weil wir unterschiedliche Qualen ertragen.

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