… nur hier …

Veröffentlicht: 12/03/2011 in Gedanken
.. nur hier.. ©Zeitsklave/flickr.com

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Dunkler Ort.
Eine lange Zeit als Begleiter gedient und viele Jahre vergessen.

Dunkler Ort- lagst so weit weg.
Dunkler Ort- bist nun so nah wie nie zu vor.

Lagst viele Jahre lange im Schatten deiner selbst. Scheint so, als hättest du nur gewartet zurück zu kommen.
Wie ein vernachlässigter Freund, der einen nun spüren lässt was man ihm antat.

Lagst im Schatten, warst aus den Augen, praktisch aus dem Sinn, warst eine bl0ße Erinnerung. Die Sorte von Gedankenüberbleibsel die man nie vergessen kann. Nicht den Schmerz, nicht die schlechten Gefühle, nicht das beißende daran.

Bist nun wieder da. Bist empor geklettert und feierst fast schon deinen triumphalen Sieg. Würdest, wenn du sie hättest, die Fäuste zum Himmel heben und würdest, wenn du könntest, mit geballter Stimmer schreien „Ich bin hier!“

Wirst du nun auch die letzten Wolkenbrüche, die die Möglichkeit auf Sonne bieten, verschwinden lassen und dich wie Gift über die letzten Knospen der Freude legen? Wirst sie verwelken lassen noch bevor sie die Chance haben zu erblühen und das dunkle Tal erneut bunt erstrahlen zu  lassen.

Dunkler Ort, du bist da.
Wieder.
Stärker als je zuvor, präsenter als jemals und mit einer Macht eines Tsunami.
Wie Sturmwellen bist du über einst blühendes Land gerollt und hast alles mit schwarzem Schlamm zum ersticken gebracht.

Wenn man ehrlich ist, dann wusste man stets um deine Existenz.
Du bist so existent wie der Atem, den man zum Leben braucht.
Nur manchmal, das weiß jeder, der diesen unwichtigen Wortschwall hier ließt, muss man schneller und heftiger atmen und ein anderes mal da fragt man sich, ob man die letzten Stunden Luft geholt hat. Man weiß, dass man es tut, aber man kann sich nicht erinnern, wann man das letzte Mal Luft in seine Lungen ließ.

Dunkler Ort, man würde gerne darum bitten, dass du verschwindest.
Doch so tröstend und schützend wie du bist fällt einem das schwer. Gibst einem genau das, wonach man sich sehnt.
Einen Platz zum verweilen, einen Ort um sich zu verstecken vor all den anderen Fiesitäten der Welt wenn man sich in deinen Schatten legt und dort in der Embryonalstellung zusammenrollt.
Legst schützend deine Dunkelheit um den Körper, über die Seele.
Wie eine wärmende Decke. Man lehnt sich an sich, lässt sich einlummern und siecht dann in Frieden dahin.

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