Zeit, die keine Zeit hat und vorallem keine Zeit ist

Veröffentlicht: 03/04/2013 in Beobachtungen
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Die Zeit rinnt, rinnt, rinnt.

Kurz zurück geblickt und sich schon sagen hörend „das ist schon 10 Jahre her“.

© Robert Lemos/flickr.com

© Robert Lemos/flickr.com

Nicht mehr 17, mit Träumen, wie das Leben lebenswert wird, sondern 27, mit Wünschen, wie das Leben lebenswerter hätte sein können.
Nicht mehr am Anfang, nicht am Ende und zu weit von beidem weg.

Feststeckend, mit beiden Händen auf der Erde und den Füßen in der Luft. Kopf schwirrend, sich drehend, sich wendend.
Zu spät, etwas aus sich zu machen, zu früh um aufzugeben.

Die Zeit, die rinnt und mit dem nächsten Augenaufschlag ist nichts mehr so, wie es gerade eben noch war. Wenige Blicke können das Leben verändern. Manche Momente können den Blick verändern. Der Blick, der sich stets ändert, gerade so, wie und wo unsere Beine in der Luft hängen und die Hände den Boden berühren. Freunde und Feinde, die uns drehen, die uns in die Luft gehen lassen und in die Realität zurückholen.

Zeit. Was ist Zeit. Ein Individuum, welches über allem steht.
Sie steht so da und eigentlich gibt es sie nicht. Von der Natur gemacht, vom Menschen definiert. Eingepfercht in so wenig Zeit ist die Zeit. Nur 24 Stunden hat die Zeit die Gelegenheit die Erde zu drehen und die dunklen Orte zu erleuchten und die hellen zu verdunkeln.

Die Zeit, sie läuft. Das einzige Tier, welches stetig in Bewegung ist und nie zur Ruhe kommt. Wenn es 5 vor 12 ist, dann bleibt die Zeit nicht einfach stehen. Sie rennt weiter, unerbittlich, niemals müde. Die Zeit kann der Zeit etwas anhaben. Kein Zeitmesser der Welt, auch Uhr genannt, wird immer schön bleiben.

Wird kratzig, hat seine Aussetzer, tickt einen Ticken lauter.
Die Zeit ist schon ein Arschloch. Und wir sind die Größten, denn wir nutzen unsere Zeit zu intensiv oder zu passiv. Und irgendwann stehen wir da und schauen uns die vergangene Zeit an und wundern uns. Wundern uns über Getanes, aber vielmehr über Geträumtes. Weil der Zeitpunkt der Zeit nicht passte, weil wir uns nicht fügen wollten. Und wir gucken so in die Zukunft und denken uns „jetzt ist es zu spät.“. Hätten wir doch nur mehr Zeit für die Zeit.

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