_Bedeutung_

Veröffentlicht: 16/08/2013 in Alltägliches, Gedanken
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Mir bedeuten Karten nichts. Mir bedeuten Blumen nichts. Mir bedeuten Herzchenkuscheltiere nichts und auch große Dankesreden auf mein Tun bedeuten mir ebenso nichts.

Glückwunschpost ©ollily/flickr.com

Glückwunschpost ©ollily/flickr.com

Ich bin ein Mensch der taten, auch wenn mein Tun nicht immer richtig, nicht immer sinnvoll, nicht immer gut ist und nicht jedes Mal verstanden wird.
Entschuldigungen, Danke sagen – es ist wertlos gegen das, was eine Geste, ein Blick, eine Umarmung aussagen kann. Viel länger kann ich davon zehren, meine Seele ernähren, mich davon und damit wohlfühlen.

„Es tut mir leid“ ist schnell gesagt. Es zu meinen auch. Zu zeigen, dass es einem leidtut, ist ein Prozess, der nicht wie ein Lichtschalter an- und ausgedrückt wird, sondern eher wie ein Dimmschalter funktioniert. Vom grellen, fiesen Blendlicht zum angenehmen wohlfühl-Schummer kann es zwar schnell gehen, doch das tut uns weh. Macht uns skeptisch.

Der Mensch ist unterschiedlich.

Manche, so wie ich, brauchen die visuelle und auditive Bestätigung nicht, dass einem etwas leidtut, dass sie etwas gut gemacht haben oder was auch immer so im Leben eines Menschen passiert.

i'm sorry (to read it) ©MarikaSofika/flickr.com

i’m sorry (to read it) ©MarikaSofika/flickr.com

Andere brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Ein Wort, ein Satz, ein ganzer Brief kann manchmal ein ganzes Leben ändern, meinen die anderen. Unrecht haben sie nicht. Doch was bedeutet das, wenn nichts geschieht?

Dann klammern sie sich an das Hörensagen, das geschriebene und fragen sich „Warum?“.

Ich will damit nicht sagen, dass Worte, ob geschrieben oder gesagt, wertlos sind.
Ganz im Gegenteil. Jeder von uns kennt den Zauber der Worte, das frohe Hicksens des Herzens, wenn man etwas unbeschreiblich schönes ließt oder hört. Aber manches ist mit Worten nicht zu machen. Oftmals muss man kreativ werden und nicht mit Blumen oder eine Karte „Danke“ oder „Sorry“ sagen, sondern einfach mal die Arschbacken, auf denen man so gerne sitzt und sich ausruht, erheben und zusammenkneifen.

Ich kann das auch nicht gut. Dies ist ein geschriebener Appell an mich selbst und an all die, die denken, immer alles Gutreden zu können.
Es ist nur eine Zutat des ganzen Rezeptes. Und jedes noch so einfache Rezept braucht einen funktionstüchtigen Kochtopf und einen Koch, der zumindest eine Ahnung von dem haben könnte, was er da eigentlich fabrizieren will.

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