Archiv für die Kategorie ‘Beobachtungen’

Oo _ (Neo)Nazis und Vegetarier _oO

Veröffentlicht: 21/09/2014 in Beobachtungen

Nazi sein, das ist ja auch nur eine Meinung.
So wie ein Vegetarier zu sein, sagt sie. Immerhin gehen beide ja davon aus das Richtige zu tun.

Weil die, die sich durch Nazi-Mukke gestört und bedroht fühlt, blond und blauäugig ist, muss diese sich nicht so fühlen. Hat ja nichts zu befürchten, die Gute.

Nein, denn das geht sie nichts an. Läuft nicht hinter ihrer geschlossenen Tür. Also besser noch die Ohren dicht machen und selig zu den letzten Resttönen einschlafen, von Blumenwiesen und Schmetterlingen im Sonnenlicht träumen. Der Neo-Nazi, der vertritt ja einfach nur seine Meinung.

Eine Elite.
Körperlich Eingeschränkte und Kranke, Homosexuelle, Transsexuelle, Obdachlose, Juden, Menschen aus anderen Ländern – alles nur Bremsen der Gesellschaft.

Mord, Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt – alles nur eine Meinung, die man gefälligst zu tolerieren hat, denn sonst ist man ja intolerant. Trifft einen ja auch selbst nicht, man ist ja deutsch und rein genug oder kennt einfach keinen Nazi.

Sicherheit ist etwas feines, wenn man sich zwischen ihren Schenkeln verlieren kann. Doch irgendwann ist auch der beste Orgasmus vorbei und die Realität klopft an die Tür.

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www.exit-deutschland.de

www.lautgegennazis.de

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Die Zeit rinnt, rinnt, rinnt.

Kurz zurück geblickt und sich schon sagen hörend „das ist schon 10 Jahre her“.

© Robert Lemos/flickr.com

© Robert Lemos/flickr.com

Nicht mehr 17, mit Träumen, wie das Leben lebenswert wird, sondern 27, mit Wünschen, wie das Leben lebenswerter hätte sein können.
Nicht mehr am Anfang, nicht am Ende und zu weit von beidem weg.

Feststeckend, mit beiden Händen auf der Erde und den Füßen in der Luft. Kopf schwirrend, sich drehend, sich wendend.
Zu spät, etwas aus sich zu machen, zu früh um aufzugeben.

Die Zeit, die rinnt und mit dem nächsten Augenaufschlag ist nichts mehr so, wie es gerade eben noch war. Wenige Blicke können das Leben verändern. Manche Momente können den Blick verändern. Der Blick, der sich stets ändert, gerade so, wie und wo unsere Beine in der Luft hängen und die Hände den Boden berühren. Freunde und Feinde, die uns drehen, die uns in die Luft gehen lassen und in die Realität zurückholen.

Zeit. Was ist Zeit. Ein Individuum, welches über allem steht.
Sie steht so da und eigentlich gibt es sie nicht. Von der Natur gemacht, vom Menschen definiert. Eingepfercht in so wenig Zeit ist die Zeit. Nur 24 Stunden hat die Zeit die Gelegenheit die Erde zu drehen und die dunklen Orte zu erleuchten und die hellen zu verdunkeln.

Die Zeit, sie läuft. Das einzige Tier, welches stetig in Bewegung ist und nie zur Ruhe kommt. Wenn es 5 vor 12 ist, dann bleibt die Zeit nicht einfach stehen. Sie rennt weiter, unerbittlich, niemals müde. Die Zeit kann der Zeit etwas anhaben. Kein Zeitmesser der Welt, auch Uhr genannt, wird immer schön bleiben.

Wird kratzig, hat seine Aussetzer, tickt einen Ticken lauter.
Die Zeit ist schon ein Arschloch. Und wir sind die Größten, denn wir nutzen unsere Zeit zu intensiv oder zu passiv. Und irgendwann stehen wir da und schauen uns die vergangene Zeit an und wundern uns. Wundern uns über Getanes, aber vielmehr über Geträumtes. Weil der Zeitpunkt der Zeit nicht passte, weil wir uns nicht fügen wollten. Und wir gucken so in die Zukunft und denken uns „jetzt ist es zu spät.“. Hätten wir doch nur mehr Zeit für die Zeit.

Hallo 2013

Veröffentlicht: 06/01/2013 in Beobachtungen
Schlagwörter:, ,

Hallo, Du neues Jahr.
Hallo 2013, wo alles besser, schöner, erfolgreicher und phänomenaler werden soll.
Vielleicht sollten wir im Zuge dessen daran denken, dass die fiese Verkäuferin, die scheinbar keinen Bock darauf hat, uns zu beraten, gerade von ihrem Mann verlassen wurde oder kurz davor steht, gekündigt zu werden.
Daran denken, dass sie nicht die Nase hasst, die soeben vor ihr steht, sondern die ganze Welt und man das absolut benötigte Ventil ist.Vielleicht sollten wir ja einfach mal keine Dinge kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen und nicht wollen, um Leuten zu gefallen, die wir im Grunde nicht ausstehen können. Jaja, abgedroschener Spruch.

Eventuell sollten wir auf den Benz verzichten.
Damit nicht nur unseren Geldbeutel und die Umwelt schonen, sondern auch unseren Schutzengel.
2013 dem Risiko Platz lassen. No risk, no fun – oder?

Es wäre nicht schlecht, (mehr …)

Gefunden: Das Leben geht weiter.

Veröffentlicht: 04/12/2012 in Beobachtungen, Festgestellt
Schlagwörter:, ,

… da surft man im Internet und findet einen Menschen, der den Nagel auf den Kopf trifft.

Diese Zeilen haben mich heute sehr berührt und ich möchte sie mit Euch teilen…

lebengehtweiter

Danke, dass ich Deinen Text veröffentlichen durfte!

_ gemeinsam _

Veröffentlicht: 03/08/2011 in Beobachtungen

© Tub_am/flickr.com

© Tub_am/flickr.com

Regentropfen.
Prasseln an die Fenster durch die man in die Welt schaut.

Klatschen an’s Glas.
Verweilen dort nur einen Moment um dann in ihrer Nichtigkeit hinunterzulaufen.

Lösen sich auf.
Hinterlassen Spuren.
Sind fast so schnell weg wie sie kamen.

Könnte man sie hören wäre es wohl ein Schreien.
Ein lautes, hohes, gequältes Kreischen.

Sind nicht alleine damit.
Laufen zu Hunderten und Tausenden an den Gläsern dieser Welt herunter um sich dann irgendwo zu sammeln und gemeinsam über die Ungerechtigkeit dieser Welt zu klagen.

oO _ ernste Spielchen _ Oo

Veröffentlicht: 16/07/2011 in Beobachtungen

©r000pert/flickr.com

©r000pert/flickr.com

Ein Spiel.
Ein Spiel.
Ein Spiel.
Ein Spiel.
Ein Spiel.

Wie ein Mantra wiederholend.

Ein Spiel.
Bloß ein Spiel.
Es. Ist. Bloß. Ein. Spiel.

Wie ein Mantra wiederholend.

Während er auf ihr liegt.
Sie niederdrückt.
Sich zwischen sie drückt.

Ein Spiel.

Arme festhaltend. Beide. Keuchend.
Ringend. Beschimpfend. Unfassend.

Bloß ein Spiel.

Entschlüpfend. Nachrückend.
Drohend. Beengend.

Ein Machtspiel.

Hände, unter Shirts schiebend:
Hände, schiebende aufhaltend.

Blicke. An ihm vorbei.
In seine Augen. Doch nicht blickend.

Überlebensspiel.

Ein Spiel!

Forderne Hüften.
Drängender Schwanz.
Wollende Lippen.

Bloß ein Spiel.

Erregend. Verstörend.
Ahnend. Wissend.

Haut, am Shirt reibend.
Füße, die zu treten versuchen.
Wünsche, die schreien wollen.
Worte, die verletzen wollen.

Er auf ihr.
Spiel für ihn.
Ernst schon für sie.

Jux für ihn.
Unwissenheit für sie.

Körper auf Alarmbereitschaft.

Ernst?
Wann wird spielen zu Ernsthaftigkeit?

Schon mal verletzt.
Bereits den Schlußpunkt nicht gesehen.

Nein! Nein! Nein!

Hände, immer wieder greifend.
Lippen, erneut die ihre suchend.
Mund, der sich verweigert.

Bloß ein Spiel. Kein Ernst.

Sinne, die Achterbahn fahren.
Oben Spaß. Unten Ernst.

„Hast Du jetzt Angst vor mir?“
„Nein“

Doch sie könnte Angst haben.
Verlor ein wenig die Sicherheit abzuschätzen.

oOo _ Schönheit _oOo

Veröffentlicht: 16/04/2011 in Beobachtungen, Festgestellt
Schlagwörter:

Meisen, die in den Ästen sitzen und nach Insekten picken.
Wolken, die schwerelos vor sich hinfüchten.
Raben, die von den Dächern der Städte schreien und damit sagen „Hier bin ich. Das ist alles meins!“.
Die Sonne, die durch durch die Baumkronen zwängt und dich blendet.
Unter einem Baum stehen und hören, wie die Blätter eins der schönsten Geräusche der Welt von sich geben.

Schönheit.. ©transCam/flickr.com

Schönheit.. ©transCam/flickr.com

Wie schön war es einst sich mit einem geliebten Menschen auf eine Wiese fallen zu lassen, die Nase in den Himmel zu strecken und solange die Wolken zu beobachten bis einem schwindelig wurde. So lange, bis man selbst abgehoben und eins geworden ist mit dem weißen, unereichbarem Flausch. (mehr …)