Archiv für die Kategorie ‘Festgestellt’


„Tu deinen Mund auf für die Stummen, für die Sache aller, die verlassen sind!“
(Sprüche 31,8)

Wir dürfen nicht vergessen, dass Zivilcourage viel öfter gut ausgeht, als schlecht.

Nicht  an dem Tod von Tugce oder anderen Helfern sollten wir uns orientieren, sondern an den guten.

Zivilcourage darf niemals ein Ende finden.
Ein jeder könnte in eine Situation geraten, aus der er selbst nicht herauskommt. Möchte man dann mitansehen, wie sich Außenstehende umdrehen und gehen?

Möchte man, dass die geliebten Menschen, in eine solche Situation geraten und im Stich gelassen werden?

Da die Antwort wohl „Nein“ heißt, sollte nie an der Richtigkeit und Wichtigkeit von Zivilcourage, Solidarität und sozialer Verantwortung vergessen werden.

Ruhe in Frieden, Tugce‬.
Huzur içinde yatsin, ‪‎Tugce‬.

Danke an alle, die nicht wegsehen, sondern gegen Unrechtigkeit vorgehen.
Die die Schwachen beschützen, Mund aufmachen und ein Schild sind.

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Gefunden: Das Leben geht weiter.

Veröffentlicht: 04/12/2012 in Beobachtungen, Festgestellt
Schlagwörter:, ,

… da surft man im Internet und findet einen Menschen, der den Nagel auf den Kopf trifft.

Diese Zeilen haben mich heute sehr berührt und ich möchte sie mit Euch teilen…

lebengehtweiter

Danke, dass ich Deinen Text veröffentlichen durfte!

oOo _ Veränderung _oOo

Veröffentlicht: 05/12/2011 in Festgestellt
Schlagwörter:,

Hallo! Da bist Du ja. Du, die liebe Veränderung.
Die, die neues mit sich bringt und altes wegwischt wie das Meer die tausenden von Sandkörnchen.

Schön, dass Du da bist. Denn jetzt ist Zeit für andere Erfahrungen, für neue Sichtweisen, für erstaunliche Erlebnisse.
Dinge heute anders betrachten als gestern. Gefühle anders fühlen als noch vor weniger Zeit.  Einmaligkeiten als diese ansehen.

Doch die Veränderung macht die Rechnung ohne die Erinnerung. Die ist nämlich die Welle, die die Sandkörnchen immer wieder anspülen und verhindert, dass man jungfräulich die Veränderung empfangen kann.

Liebe Veränderung, Du kannst mich mal.
Bin ein Gewohnheitstier und mag mein Fell. Könnte manchmal dicker sein, weil es so leicht frieren lässt. Sollte aber nicht zu dick sein. Könnte dann so sehr abhärten, dass alles statt egal scheißegal wird.

Liebe Veränderung, fick Dich. Bitte.
Dann hast Du was zu tun und musst nicht mich ficken.
Fick die, die das wollen. Besorge es ihnen so richtig. Doch lass die Leute in Ruh‘, die gerne im Einklang des Trottes vor sich hin trotteln.

Laufend ändert sich unsere Welt. Nicht nur die ganz persönliche, sondern alles.
In stetiger Bewegung, im pausenloser Schnappatmung, so dass einem selbst der Atem genommen wird. Vor Entzückung, vor Schock.

Nicht nur die Länge der Haare auf unseren Zähnen ändert sich, sondern auch unser Herz.
Herz wird härter. Das was das Fell nicht will macht das Herz von ganz allein.
Manche Herzen werden robust wie Stein. Mache werden weich wie warme Butter. Kommt auf den Berührer an. Kommt auf den Verletzer an.

Hallo, verfickte Veränderung.
Geh‘ einfach weg. Lass‘ mich in Ruh‘.
Denn Veränderung heißt auch Tod.


Liebste Freunde, ich liebe Euch.
Liebe Euch so sehr, dass ich es nicht in Worte zu fassen ist. Worte sind greifbar. Das was ich für Euch empfinde, das ist nicht greifbar.

So viel Liebe habe ich von Euch empfangen.

Vor 9 Monaten geriet meine Welt so sehr ins schwanken, dass ich denken musste, ich würde das Rauschen der Blätter nie wieder hören (wollen).. würde nicht mehr lachen können.. alles schien wegzubrechen. Alles ist weggebrochen.

Meine geliebten Freunde waren alles in der Zeit. Sie konnten nicht trösten und haben trotzdem Trost gependet.
Zwar wissen wir, dass wir immer füreinander da sind, aber in Extremsituationen spürt man es erst richtig, wie viel Liebe diese Freundschaften ausmacht.
Wenn ein Mensch in Minuten aus den Puschen kommen, der sonst mehrere Stunden brauchen würde..Nur vor Dir stehend, Dich einfach in den Arm nehmens und Dein Rückgrat und Deine Beine gleichzeitig ist..

Wenn ein Mensch Dich quer durch die Stadt fährt, damit Du irgendwohin kommst wo jemand ist der Dich liebt..

Wenn Du gesagt bekommst, dass Du wohnen bleiben kannst bis man was eigenes gefunden hat..

Wenn Du neben einem Säugling liegst und an der Brust einer Mutter Tränen laufen lassen kannst..

Wenn man sich keiner Träne schämen muss und einfach umarmt und aufgefangen wird, wenn einem die Beine wegbrechen…
Wenn einem das Herz springt und die Seele zerreißt..
Wenn keine Fragen gestellt werden, sondern einfach die Arme aufgehalten werden..

Wenn Du an Menschen die Dich lieben gezogen wirst, weil Du nicht die Kraft hast auch nur noch einen Schritt zu gehen..

Meine Freunde sind unbezahlbar. Sie sind mir das teuerste auf dieser Welt.

Ich weiß leider nicht, wie ich Euch all das zurückgeben kann.. Nichts in der Welt kann das zurückgeben, was ich im ersten halben 2011 gefühlt habe, wenn ich an Euch dachte. Und schon garnicht die letzten 15-20 Jahre.
Ich habe nur meine Freundschaft. Und darin bin ich nicht immer gut, das weiß ich.

Mir rinnen beim schreiben dieser Zeilen Tränen übers Gesicht, weil ich noch nie jemanden so sehr gebraucht habe wie Euch Anfang des Jahres. Und ich halte das trotzdem nicht für selbstverständlich.

Ihr wart da, wo ich nicht sein konnte. Ihr standet da, wo ich umgefallen bin um mir Eure Hand zu reichen.
Ihr habt mir Licht gezeigt, wo ich nur Schwärze sehen konnte.

..Ich liebe Euch..

.. ich könnte ..

Veröffentlicht: 30/07/2011 in Festgestellt

..  so vieles. Aktuell will ich nur noch eins. Dir ins Gesicht springen.

„Seit wann hat er das…?“
„Äh, schon lange?!“
„Ne, erst seit einer Woche oder so!“
„Nein.. Schon mehrere Monate..“
„Neee“
„Ich kenne ihn wohl besser als du ihn“
„Ja, schon. Will er sich damit älter machen? So wie der in Star Treck. Der hat auch so ein Babyface und will sich damit älter machen!“

Du kniest vor mir. Bindest Deine Schuhe. Ich müsste jetzt nur mein Knie heben. Es würde volle Kanne in Deinem Gesicht landen. Würdest  kippen und von der Wand hinter Dir gehalten werden. Schue in Gedanken zu, wie Blut aus deine Nase tropft. Perfekt, um noch einen Schritt auf Dich zuzugehen und noch mal zuzutreten. Schaue im inneren zu, wie Du voller Wissen die Augen aufreisst und Dein Kopf noch mal gegen die Wand schlägt um dort einen roten Fleck zu hinterlassen. Lasse es sein. Hat keinen Zweck.

oO _Das da.. das ist deins!_ oO

Veröffentlicht: 28/07/2011 in Festgestellt

Hey Du!

Dieses Ding da.. Was du als ätzend und ungewollt … bezeichnest….

Das ist Dein Leben!
Deins. Ganz alleine Deins.

©michis0806/flickr.com

©michis0806/flickr.com

Ich könnte Dir jetzt erzählen wie toll, wie lebenswert es ist, sein kann und sein wird.
Ich könnte Dir auch einen Euro geben und es Dir erklären, mich dann umdrehen und in meine Welt verschwinden.
Stattdessen sitze ich hier mit einem Whiskeyglas vor Dir.
Schau‘ Dich an und lass‘ Dich kotzen.

Lass‘ Worte aus Deinem Mund kommen.
Wortschwalle.
Beschwichtigungen.
Leise Geständnisse und Liebesbekundungen.

Und Du kotzt so vor Dich hin.
Wären Worte Stücke, dann hättest Du schon einen Berg vor Dir liegen.
Einen Brocken aus Kotzworten.
In einer Soße aus Hass und Liebe.

Könnt‘ jetzt so sagen, dass Du Deines Glückes Schmied bist.
Nimm Dein Leben in die Hand, Dude.
Hör‘ auf im Selbstmitleid zu baden.
Das Leben ist toll!

Doch mir wurde auch gesagt, dass ich nicht lügen soll.

Deswegen sage ich nichts und lausche Dir beim kotzen zu.

Stattdessen erzähle ich Dir, dass Du Recht hast.
Das Leben ist meistens ein Arschloch.
Das ist ungewollt das Leben.

Leben.. das ist eine Aufgabe.
Die größte Deines Lebens …

oOo _Freunde_ oOo

Veröffentlicht: 18/07/2011 in Festgestellt

„Freunde sind wie Sterne. Sie sind immer da, aber man sieht sie nicht immer.“

Was wären Menschen ohne Freunde?
Individuen, die ziellos auf der Erde umherwandeln? Glücklich? Unglücklich?

Was wären Menschen ohne andere Menschen, die fast schon alles verzeihen können. Die an Ort und Stelle die richtigen Fragen stellen. Die die Schnauze halten, wenn es unnötig ist zu reden und den Mund aufmachen, wenn es nötig ist zu reden.

Was sind Freunde?
Menschen, die in das Leben eines anderen Menschen treten und dort bleiben. Für einige Wochen, für einige Monate, Jahre, Jahrzehnte, bis zum Tod. Freunde sind die Menschen, die für Dich lachen, wenn Du weinst und Deine Tränen trocknen, obwohl Du keine geweint hast. Sie sind die Menschen, die für Dich weinen, wenn deine Tränen nicht mehr reichen.
Sie sind die Menschen, auf die man sich immer verlassen kann. Weil sie einen wirklich lieben wie man ist- nicht achten auf Zickigkeiten oder schlechte Launen.
Freunde sind im Grunde wie Hunde. Treue, nicht-verarschende Wesen, die schwanzwedelnd hinter Dir her laufen ohne abhängig von Dir zu sein, wenn Du bereit bist Wege zu gehen und neben Dir liegen, mit angelegten Ohren und zum kraulen und trösten bereit liegen, wenn Du Dir das Ende der Welt herbeisehnst.

Sie werden Feinde zerfleischen, wenn Dir jemand Leid zufügt. Werden kämpfen bis zum Tod, wenn es nötig ist. Und sie sind glücklich, wenn sie zumindest das Mindestmaß an Pflege bekommen. Du fütterst sie mit Liebe, spielst mit ihnen, in dem Du mit ihnen feierst und liebst sie, weil sie sind wie sie sind, sind bis zum Tod loyal wenn Du sie nicht schlägst.

Brauchen wir Freunde?
Muss jeder für sich entscheiden. Da stellt sich jedoch wieder die Frage, was wären wir ohne Freunde? Alleine. Und einsam. Keiner, der sich mit uns unterhält, keiner der mit uns lacht und trauert. Keiner, der für und mit uns kämpft. Und vor allem niemand, der uns mal was auf den Kopf gibt und uns am Band des Träumens zurück in die Realität holt. Mit beiden Beinen stehen unsere Freunde drauf und wissen, wie man uns zu handhaben hat.

Ich will nicht sagen, dass Freunde lebensnotwendig sind. Aber sie machen uns das Leben lebenswert. Einfacher. Manchmal schwieriger. Aber besser.