Archiv für die Kategorie ‘Herz/Kopf-Geschichten’

Karma und Dämonen

Veröffentlicht: 30/09/2017 in Herz/Kopf-Geschichten

An Karma glauben?
Dabei gibt es doch kein Karma – zumindest nicht so, wie es oft propagiert wird.

Irgendwie weiß man, wer Gutes tut, erfährt Gutes.
Aber irgendwie spürt man, dass jemand, der Schlechtes tut, nicht annähernd so viel Schlechtes zurückbekommt.

Es ist noch nicht lange her, als ein Menschlein an Karma glaubte und auch daran, selbst getroffen worden zu sein.
Einst tat dieses Menschlein einem anderen sehr weh. Für ihn tat es ihm leid, aber für das Menschlein war das Richtige.
Dann, als eine wichtige Beziehung endete, dachte das Menschlein: „Yay, das hab ich wohl verdient.“

Jahre später wird bewusst, dass das Leben unfair ist.
Ist zwar keine neue Erkenntnis, aber…

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HypnoArt/pixabay

Über Jahre wurde dem Menschlein das Leben von einem Dämon schwer gemacht – auf vollkommen passive (aggressive) Art, aber der wohl Schlimmsten überhaupt. Kummer, Tränen, Wut und Verzweifelung machten sich breit.
Es wurde als „Gespenstersehend“ erklärt und sah die Gespenster am Ende auch noch fast.
Kein Wunder, wenn einem viele erzählen, dass man Gespenster sehen würde. Keiner kann sich vorstellen, wie es ist, wenn man denkt, man hat sich verrannt.
Es gibt Menschen, die haben so ein Bauchgefühl. Und die wussten schon aus der Vergangenheit, dass man dem durchaus trauen kann.

Der Dämon trat direkt nach der Trennung wieder in Erscheinung.
Wer nicht an Wunder glaubt, hier war eins!
Und lockte das Schlimmste aus dem Opfer heraus, denn es begann zu lügen.
Vollkommen durch Zufall, kurz nachdem Zeichen gesetzt wurden und nachdem Jahre Ruhe war.

Der Dämon verflüchtigte sich wieder, suchte sich einen neuen Wirkungskreis und zog dort Ahnungslose in seinen Bann. Das eigene Glück zerbrach und an dieser Stelle könnte man wieder an das Karma glauben.

Doch weit gefehlt.
Der Dämon entschied sich nun, wieder in alte Kreise zu gehen.
Viele Jahre nachdem es ging und sich einen Scheiß um sein altes Opfer kümmerte.
Kein Wunder, denn die alten Kreise sind so gemütlich.
Der Dämon weiß genau, wie abhängig sein einstiges Opfer von ihm war und wie sehr es sich nach ihm verzehrte. Auch Dämonen, die eigentlich so stark sind, brauchen Ego-Pushs.

Karma gibt es nicht – nicht für Dämonen.
Der Dämon hat sein Opfer voll in seinem Bann. Mal wieder.
Und dieses Mal kann der Dämon friedlich walten. Er wird nie das spüren, was das Menschlein gespürt hat.

Das Menschlein hofft, dass ein Dämon kommt. Dieses eine Mal wünscht es sich einen Dämon. Einen, der noch mächtiger ist.
Wahrscheinlich aber trifft das Karma das falsche Licht.

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… Herz zerspringt ..

Veröffentlicht: 02/11/2014 in Herz/Kopf-Geschichten
Schlagwörter:

Wenn das Herz zerspringt, gibt es keinen lauten Knall.
Wenn das Herz zerspringt, gibt es allerhöchstens einen kleinen Schluchzer.
Oder einen lauten im stillen Kämmerlein.

Wenn das Herz zersprigt, gibt es keinen, der dies der Welt verkündet.
Wenn das Herz zerspringt, ist das allermeist eine Randnotiz.

Wenn das Herz zerspringt, schwingt es eine weiße Fahne.
Wenn das Herz zerspringt, setzt es die Segel gen Sonnenuntergang.

Wenn das Herz zersprungen ist, ist kein Scherbenhaufen zu sehen. Massenhaft Schaulustige stehen dennoch rundherum.
Wenn das Herz zersprungen ist, wird das Lächeln zur ewgen Maske.
Ist das Herz zersprungen, verrät eine traurige Augen-Leere selbst gute Schauspieler.

Ist das Herz erst einmal zerschossen, ist’s fraglich, ob’s jemals wieder komplett wird.

Herstückchen werden ausgeheult, ausgeschwitzt- gekackt und weggevögelt. Weswegen immer ein Teil des Puzzels fehlen wird.


Ahoi meine lieben Leser,

nicht, dass die Liebe für mich nicht schon immer einen besonderen Stellenwert gehabt hätte … doch in den letzten Woche und Monaten lerne ich immer mehr zu diesem Thema, spüre sie deutlicher denn je und merke, wie wichtig sie für unsere Welt ist .

Und das man Liebe nicht in Schubladen stecken kann, auch wenn viele das gerne erzwingen wollen.

Wie dem auch sei. Ich bin heute durch Zufall auf dieses wundervolle Video aufmerksam geworden und möchte es Euch nicht vorenthalten.

Fast am besten gefiel mir die Aussage (auch wenn alle so viel Wahrheit beinhalten!):

„Auch Mädchen können sich Lieben. Es muss einfach das Herz entscheiden, ob man sich liebt oder ob man sich nicht liebt“.

Und nun seid IHR an der Reihe:

Was ist für EUCH Liebe?

… Laute …

Veröffentlicht: 08/12/2013 in Gedanken, Herz/Kopf-Geschichten
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Bunte Blinklichter, die die Sinne verwirren. Musik, die Ohren betäubt. Gerüche, die verlocken.

Seele, die lauter schreit, als all das.
Die um Hilfe bittet, um Gehör schreit. Untergehend in der Spaßmasse, die fressen, saufen und Geld verzocken und verzücken.

Zwischen Verführung und Unwichtigkeit des Ganzen und des Halben. Zerrissen- und Zufriedenheit in einer Brust.
Tränen, die nicht geweint werden sollen und dürfen.

„You’re beautiful“ kreischt es aus den Boxen, doch beautiful ist hier garnichts. Seele fühlt sich fehl am Platz, fühlt sich halb.

Sie watet durch ein Tal von Erinnerungen, die süßlich flüstern „weißt du noch? Guck mal hier…“.
Zusammen am Feuer, aufgeregt, so anders, so gut. Heute allein am Feuer, aufgeregt, so anders, so verflucht beschissen.

Der Geschmack dieses Hiers ist nicht köstlich-fluffig, sondern bitter-süß. Wie ein roter Apfel, von innen vergoren.

Und so schreiten alle hier Schritt für Schritt.
Mit und in Gedanken, auf der Suche nach irgendwas, vom dem sie selbst vielleicht nicht wissen.

Und ich mittendrin. Aber ich weiss es. Klarer als je zuvor.


Zigarette um Zigarette vernichtend, dem Rauch hinterherschauend und darauf hoffend, dass all die Probleme sich ebenso auflösen.
Im Ganzen verschwinden und zu dem werden, was man sieht und fühlt: Das Gute.

Zwei HerzenNirgendwo noch Ton, ein Klick, ein Atmen.
Nur noch ein Rechner, der seine Melodie summt. Darauf wartend, dass der andere in das Techniklied einstimmt, doch immer wieder feststellt, dass es in der anderen Ecke stumm bleibt. Und so surrt er Tag für Tag tapfer tröstend und bewusst schmerzend für zwei.
Nur noch ein Brustkorb, der sich nachts hebt und senkt, nur noch ein Körper, der gegen die Kälte des Winters kämpft und nicht mehr schützend unterstützt wird.

Zwei Herzen, die schlagen. Zwei Köpfe, die arbeiten.
Zwei Seelen, die sich berühren und abstoßen wie Plus und Minus.

Gähnende Leere und schier maßloser Platz, der so bedrückend wirkt, als würden die Wände stündlich näher rücken. Beklemmendes Gefühl, welches die Brust zusammenschnürt und die Motivation zum Atmen nimmt.

Der Ort, der so mühsam „zu Hause“ wurde, ist jetzt genau das, wovor man sich fürchtete: Ein Gral der Erinnerungen, die schöner nicht schmerzen könnten.
Zu Beginn, zwei Herzen, die Angst hatten, sich allein zu lassen und nun zwei davon, die Angst davor haben, zusammen zu sein.

Gefühle ins Klo kotzend, dort wo die ganze Scheiße sonst auch landet.
Aus der heilige Traum von Zweisamkeit, Gemeinsamkeit und unbändiger Liebe oder der Beginn etwas größerem des ganz großen?
Sich fragend, ob dies diese Probe ist, von all die scheinbar Weisen sprechen. Ein Test für die Seele in jedem Fall, ein Gewinn für’s Leben, auch wenn man etwas ganz besonderes verliert.

Liebe, die stärker ist Wolfram.
Schillernder als ein Diamant.
Facettenreicher als das detailverliebsteste Game dieser Welt und mitreißender als der beste Rausch, den man mit Drogen erreichen könnte.
Liebe, die Seite um Seite in unserem Leben schreibt und sich zu vielen Akten formt.
Wann immer Deine Hände sich um meine Seele legten, fühlt sie sich beschützt.
Jeder Blick zum schmelzen und vergessen all des Drecks, der an den Hacken klebt.
Unzählige Schreie, die geschrien werden mussten, keiner wollte, irgendwie dennoch nötig waren und jetzt durch unsere Herzen stumm brüllen.

Wollte nie schreiben über Dich und tu es nun schon zum zweiten Mal.
Werde ein ganzes Buch verfassen, wenngleich es fraglich ist, ob dieses Mal mit Worten ausdrücken ist, wie viel Wert das alles hat.. Du hast. Das Beste, was ich kann, ist nicht gut.. nicht ausreichend.. genug, um auszudrücken.

If I can start again
Maybe a million miles away
I would just want you by my side
I’ll find a way

.. Der Krieg ..

Veröffentlicht: 23/10/2013 in Herz/Kopf-Geschichten
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.. und wieder einmal an dem Punkt, an dem Sturheit und Unverständnis der erzwungene Akzeptanz den Krieg erklären. Ein Krieg zwischen Kopf und Herz, der nicht bissiger und höhnischer sein könnte.

„Scheiss‘ drauf, scheiss auf ihn“, pöbelt Kopf dem Herz mitten in die Fresse. „Ich scheiss gleich auf Dich“, motzt Herz zurück.

So wird Wort um Wort-Kanonenfutter rausgeschickt. Herangehensweisen, die so unterschiedlich sind,  wie das Blut, was in Kopf und Herz fließt.  Und doch haben beide nur ein Ziel: Die dritte im Bunde zu schützen, die Seele.
Die, die sich stets und ständig mit der Frage nach dem „Warum“ beschäftigt und sich dabei mit Messer und Gabel ganz genüsslich selbst auffrisst, während sie die abgetrennten Stücke betrachtet und sich fragt, woher diese wohl kommen mögen, in Depressionen verfallend, wieso sie nicht so sein kann, nicht so geliebt, wie all die anderen.

So kämpfen die beiden um etwas, was nicht mehr zu retten scheint, denn Seele macht ihr eigenes Ding.

Zwischen ihren Mahlzeiten fickt sie mit der Hoffnung, schläft danach wohlig ein und lässt sich so manches Mal auf einen Dreier mit Herz oder Kopf ein. Das Frühstück danach, ja, so viel Anstand haben die beiden, wird dann zur Zerreiss- oder Drogenprobe. Kopf sagt dann: „Hätteste doch wissen müssen, dass die Hoffnung sich verpisst“, während Herz beflügelt und schmeichelnd sagt „Alles wird gut, bestimmt“.

Jaja, irgendwie wird alles. Nur wie, das weiß man nicht.