Zigarette um Zigarette vernichtend, dem Rauch hinterherschauend und darauf hoffend, dass all die Probleme sich ebenso auflösen.
Im Ganzen verschwinden und zu dem werden, was man sieht und fühlt: Das Gute.

Zwei HerzenNirgendwo noch Ton, ein Klick, ein Atmen.
Nur noch ein Rechner, der seine Melodie summt. Darauf wartend, dass der andere in das Techniklied einstimmt, doch immer wieder feststellt, dass es in der anderen Ecke stumm bleibt. Und so surrt er Tag für Tag tapfer tröstend und bewusst schmerzend für zwei.
Nur noch ein Brustkorb, der sich nachts hebt und senkt, nur noch ein Körper, der gegen die Kälte des Winters kämpft und nicht mehr schützend unterstützt wird.

Zwei Herzen, die schlagen. Zwei Köpfe, die arbeiten.
Zwei Seelen, die sich berühren und abstoßen wie Plus und Minus.

Gähnende Leere und schier maßloser Platz, der so bedrückend wirkt, als würden die Wände stündlich näher rücken. Beklemmendes Gefühl, welches die Brust zusammenschnürt und die Motivation zum Atmen nimmt.

Der Ort, der so mühsam „zu Hause“ wurde, ist jetzt genau das, wovor man sich fürchtete: Ein Gral der Erinnerungen, die schöner nicht schmerzen könnten.
Zu Beginn, zwei Herzen, die Angst hatten, sich allein zu lassen und nun zwei davon, die Angst davor haben, zusammen zu sein.

Gefühle ins Klo kotzend, dort wo die ganze Scheiße sonst auch landet.
Aus der heilige Traum von Zweisamkeit, Gemeinsamkeit und unbändiger Liebe oder der Beginn etwas größerem des ganz großen?
Sich fragend, ob dies diese Probe ist, von all die scheinbar Weisen sprechen. Ein Test für die Seele in jedem Fall, ein Gewinn für’s Leben, auch wenn man etwas ganz besonderes verliert.

Liebe, die stärker ist Wolfram.
Schillernder als ein Diamant.
Facettenreicher als das detailverliebsteste Game dieser Welt und mitreißender als der beste Rausch, den man mit Drogen erreichen könnte.
Liebe, die Seite um Seite in unserem Leben schreibt und sich zu vielen Akten formt.
Wann immer Deine Hände sich um meine Seele legten, fühlt sie sich beschützt.
Jeder Blick zum schmelzen und vergessen all des Drecks, der an den Hacken klebt.
Unzählige Schreie, die geschrien werden mussten, keiner wollte, irgendwie dennoch nötig waren und jetzt durch unsere Herzen stumm brüllen.

Wollte nie schreiben über Dich und tu es nun schon zum zweiten Mal.
Werde ein ganzes Buch verfassen, wenngleich es fraglich ist, ob dieses Mal mit Worten ausdrücken ist, wie viel Wert das alles hat.. Du hast. Das Beste, was ich kann, ist nicht gut.. nicht ausreichend.. genug, um auszudrücken.

If I can start again
Maybe a million miles away
I would just want you by my side
I’ll find a way

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.. Der Krieg ..

Veröffentlicht: 23/10/2013 in Herz/Kopf-Geschichten
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.. und wieder einmal an dem Punkt, an dem Sturheit und Unverständnis der erzwungene Akzeptanz den Krieg erklären. Ein Krieg zwischen Kopf und Herz, der nicht bissiger und höhnischer sein könnte.

„Scheiss‘ drauf, scheiss auf ihn“, pöbelt Kopf dem Herz mitten in die Fresse. „Ich scheiss gleich auf Dich“, motzt Herz zurück.

So wird Wort um Wort-Kanonenfutter rausgeschickt. Herangehensweisen, die so unterschiedlich sind,  wie das Blut, was in Kopf und Herz fließt.  Und doch haben beide nur ein Ziel: Die dritte im Bunde zu schützen, die Seele.
Die, die sich stets und ständig mit der Frage nach dem „Warum“ beschäftigt und sich dabei mit Messer und Gabel ganz genüsslich selbst auffrisst, während sie die abgetrennten Stücke betrachtet und sich fragt, woher diese wohl kommen mögen, in Depressionen verfallend, wieso sie nicht so sein kann, nicht so geliebt, wie all die anderen.

So kämpfen die beiden um etwas, was nicht mehr zu retten scheint, denn Seele macht ihr eigenes Ding.

Zwischen ihren Mahlzeiten fickt sie mit der Hoffnung, schläft danach wohlig ein und lässt sich so manches Mal auf einen Dreier mit Herz oder Kopf ein. Das Frühstück danach, ja, so viel Anstand haben die beiden, wird dann zur Zerreiss- oder Drogenprobe. Kopf sagt dann: „Hätteste doch wissen müssen, dass die Hoffnung sich verpisst“, während Herz beflügelt und schmeichelnd sagt „Alles wird gut, bestimmt“.

Jaja, irgendwie wird alles. Nur wie, das weiß man nicht.

Die Liebe

Veröffentlicht: 05/10/2013 in Fundstücke, Zitate
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„Die Ehe ist ein Versprechen, sich immer zu lieben.
Kann man so ein Versprechen halten? Nein, das kann man nicht.

Niemand kann einen anderen Menschen 24 Stunden lang lieben. Jeden Tag. Ein ganzes Leben lang.
Es ist leicht, sich zu lieben, wenn Geld da ist und Gesundheit. Wenn man sich versteht und attraktiv findet.

Es ist bedeutend schwerer, sich zu lieben, wenn die Zeiten schlecht sind. Wenn der andere krank ist oder verzweifelt oder nicht mehr ganz so attraktiv wie am Anfang.

In einer Ehe versprechen Sie sich, all das an dem anderen zu lieben, was er an sich selbst nicht liebenswert findet. Seine Unsicherheiten, seine Ungerechtigkeiten, seine Launen.

Sie versprechen, sich zu streiten ohne zu hassen, zu kritisieren, ohne herumzumäkeln.
Sich zu lieben, auch wenn die Augen verquollen und die Haare verstrubbelt sind.

Die Liebe ist wie Kind. Man muss sie jeden Tag füttern, damit sie wachsen kann.“

Zitat: Ritas Welt, bei der Hochzeit von Gisi & Matze

_Bedeutung_

Veröffentlicht: 16/08/2013 in Alltägliches, Gedanken
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Mir bedeuten Karten nichts. Mir bedeuten Blumen nichts. Mir bedeuten Herzchenkuscheltiere nichts und auch große Dankesreden auf mein Tun bedeuten mir ebenso nichts.

Glückwunschpost ©ollily/flickr.com

Glückwunschpost ©ollily/flickr.com

Ich bin ein Mensch der taten, auch wenn mein Tun nicht immer richtig, nicht immer sinnvoll, nicht immer gut ist und nicht jedes Mal verstanden wird.
Entschuldigungen, Danke sagen – es ist wertlos gegen das, was eine Geste, ein Blick, eine Umarmung aussagen kann. Viel länger kann ich davon zehren, meine Seele ernähren, mich davon und damit wohlfühlen.

„Es tut mir leid“ ist schnell gesagt. Es zu meinen auch. Zu zeigen, dass es einem leidtut, ist ein Prozess, der nicht wie ein Lichtschalter an- und ausgedrückt wird, sondern eher wie ein Dimmschalter funktioniert. Vom grellen, fiesen Blendlicht zum angenehmen wohlfühl-Schummer kann es zwar schnell gehen, doch das tut uns weh. Macht uns skeptisch.

Der Mensch ist unterschiedlich.

Manche, so wie ich, brauchen die visuelle und auditive Bestätigung nicht, dass einem etwas leidtut, dass sie etwas gut gemacht haben oder was auch immer so im Leben eines Menschen passiert.

i'm sorry (to read it) ©MarikaSofika/flickr.com

i’m sorry (to read it) ©MarikaSofika/flickr.com

Andere brauchen sie wie die Luft zum Atmen. Ein Wort, ein Satz, ein ganzer Brief kann manchmal ein ganzes Leben ändern, meinen die anderen. Unrecht haben sie nicht. Doch was bedeutet das, wenn nichts geschieht?

Dann klammern sie sich an das Hörensagen, das geschriebene und fragen sich „Warum?“.

Ich will damit nicht sagen, dass Worte, ob geschrieben oder gesagt, wertlos sind.
Ganz im Gegenteil. Jeder von uns kennt den Zauber der Worte, das frohe Hicksens des Herzens, wenn man etwas unbeschreiblich schönes ließt oder hört. Aber manches ist mit Worten nicht zu machen. Oftmals muss man kreativ werden und nicht mit Blumen oder eine Karte „Danke“ oder „Sorry“ sagen, sondern einfach mal die Arschbacken, auf denen man so gerne sitzt und sich ausruht, erheben und zusammenkneifen.

Ich kann das auch nicht gut. Dies ist ein geschriebener Appell an mich selbst und an all die, die denken, immer alles Gutreden zu können.
Es ist nur eine Zutat des ganzen Rezeptes. Und jedes noch so einfache Rezept braucht einen funktionstüchtigen Kochtopf und einen Koch, der zumindest eine Ahnung von dem haben könnte, was er da eigentlich fabrizieren will.

Hormonophobie

Veröffentlicht: 04/07/2013 in Gedanken
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.. Da haben wir Angst, uns zu verlieben. Doch allein sein wollen wir auch nicht.

© Doug88888 / flickr.com

Die Evolution des 21.Jahrhunderts diktiert Gefühle © Doug88888 / flickr.com

Angst vor Gefühlen, die unseren Verstand aussetzen lassen, die Prioritäten verschieben wie die Teile von Schiebepuzzlebildern. Feelings, die uns merklich dumm werden lassen – auf die nette Art wohlgemerkt. Wir wissen nicht mehr wie wir heissen und was unsere Aufgabe im Leben ist.
Dieses Unbennbare, leichte und Ungreif- und Unfassbare, was uns ein Dauerhappyaussehen verleiht, sodass wir aussehen wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland.

Doch das wollen wir nicht. Fallenlassen, happysein, intime Gedanken austauschen, Liebe fühlen. Macht nämlich verletzbar. Das ist scheiße.

Ein paar Hormone, die unser Leben umwerfen?
Viel zu weit entwickelt sind wir dafür!

Ehe? Ein scheinbar mittlerweile überholtes Modell einer Generation, die nie im Leben von Facebook geträumt hätte. Deren soziale Zusammenkunft der Fall der Mauer war.

Die Evolution des 21.Jahrhunderts diktiert Gefühle weg, erklärt sie indirekt als Missstand. Wir erleben die 60’er Jahre neu.

Facebook, Twitter und Instagram zeigen, wie viel Auswahl an Bessermenschen es gibt, wie viel tolle Orte die versmogte Welt zu bieten hat und das überall Glück gefunden werden kann, weil überall die Träume der Träume ihre Erfüllung finden.

Leben, Liebe und Arbeit wird zu Reisen, Ficken und jobben. Überall und doch nirgendwo.

Und die, die keine Hormonophobie haben, müssen sich anstrengen.

Sich anstrengen, den anderen nicht Hormonophoben zu erklären, dass es nicht schlimm ist, zu fühlen.
Dass es Spaß machen kann, treu zu sein und man das so will.

Sie müssen versuchen, die eigene kleine Welt zu einem besseren Ort zu machen und nicht überall hinzugehen, wo das Glück zum mitnehmen am Kiosk als „Give-away“ bereit liegt und zu verschwinden, wenn andere schneller zugegriffen haben. Auf kleinstem Raum das aufbauen, leben und lieben, was andere in der großen weiten Welt suchen. Und vielleicht niemals finden, weil sie nicht geduldig genug sind.

Beides hat seine Berechtigung. Treffen sie aber zusammen, knallt wie ein Sommergewitter.
Bis sie den Kampf ausgetragen haben und wieder Platz für Leben lassen. Wenn sie erkannt haben, dass es kein „Du und ich“, sondern ein „Wir“ geben kann. Wie auch immer das aussieht.


Die Zeit rinnt, rinnt, rinnt.

Kurz zurück geblickt und sich schon sagen hörend „das ist schon 10 Jahre her“.

© Robert Lemos/flickr.com

© Robert Lemos/flickr.com

Nicht mehr 17, mit Träumen, wie das Leben lebenswert wird, sondern 27, mit Wünschen, wie das Leben lebenswerter hätte sein können.
Nicht mehr am Anfang, nicht am Ende und zu weit von beidem weg.

Feststeckend, mit beiden Händen auf der Erde und den Füßen in der Luft. Kopf schwirrend, sich drehend, sich wendend.
Zu spät, etwas aus sich zu machen, zu früh um aufzugeben.

Die Zeit, die rinnt und mit dem nächsten Augenaufschlag ist nichts mehr so, wie es gerade eben noch war. Wenige Blicke können das Leben verändern. Manche Momente können den Blick verändern. Der Blick, der sich stets ändert, gerade so, wie und wo unsere Beine in der Luft hängen und die Hände den Boden berühren. Freunde und Feinde, die uns drehen, die uns in die Luft gehen lassen und in die Realität zurückholen.

Zeit. Was ist Zeit. Ein Individuum, welches über allem steht.
Sie steht so da und eigentlich gibt es sie nicht. Von der Natur gemacht, vom Menschen definiert. Eingepfercht in so wenig Zeit ist die Zeit. Nur 24 Stunden hat die Zeit die Gelegenheit die Erde zu drehen und die dunklen Orte zu erleuchten und die hellen zu verdunkeln.

Die Zeit, sie läuft. Das einzige Tier, welches stetig in Bewegung ist und nie zur Ruhe kommt. Wenn es 5 vor 12 ist, dann bleibt die Zeit nicht einfach stehen. Sie rennt weiter, unerbittlich, niemals müde. Die Zeit kann der Zeit etwas anhaben. Kein Zeitmesser der Welt, auch Uhr genannt, wird immer schön bleiben.

Wird kratzig, hat seine Aussetzer, tickt einen Ticken lauter.
Die Zeit ist schon ein Arschloch. Und wir sind die Größten, denn wir nutzen unsere Zeit zu intensiv oder zu passiv. Und irgendwann stehen wir da und schauen uns die vergangene Zeit an und wundern uns. Wundern uns über Getanes, aber vielmehr über Geträumtes. Weil der Zeitpunkt der Zeit nicht passte, weil wir uns nicht fügen wollten. Und wir gucken so in die Zukunft und denken uns „jetzt ist es zu spät.“. Hätten wir doch nur mehr Zeit für die Zeit.

Take it

Veröffentlicht: 29/01/2013 in die wunderbare Welt der Frau Be

Nimm mich, nimm meine Liebe, nimm meinen Hass.
Missbrauch mich, liebe mich, hass mich.
Wirf alles in einen Topf und mach was draus.

Mach mich unterwürfig, mach mich gefügig.
Schnür mir die Kehle zu und dring in mich ein.

Zeige mir, zu was Du fähig bist.
Zeige mir, zu was ich fähig bin.

Erzähle mir, wie schön ich bin, sag mir, wie dreckig ich bin.
Sag mir, wie Du wirklich bist.
Sag mir, was Du wirklich bist.

©Sarah G.../flickr.com

©Sarah G…/flickr.comSag mir, was Du wirklich bist.

Peitsch mich aus mit Worten und Blicken, leg mich in Ketten aus Wünschen und Liebe.

Ich leb für Dich, ich sterb für Dich, ich kämpf für Dich.
Leb für mich, stirb für mich, kämpf für mich.
Für uns leben, für uns sterben, für uns kämpfen.

Beißende Leidenschaft, reißende Gewalt.

Fürchterliche Liebe, eindringende Gefühle.
Hart wie Stahl, weich wie Gold.
Schneidend wie Diamanten, glitzernd wie Zirkonia.

Lass uns sie Kriegspfeife rauchen und der Happy-Joy-Joy Zigarette huldigen.
Beruhigend, aufwühlend, zitternd, genießend, benötigend.

Sei eins mit mir und trenn Dich von mir.
Ich trenn mich von Dir und bin eins mit Dir.

Bis zum Morgengrauen ficken und bis zur Dämmerung weinen.
Die Tränen bespritzen und die Feuchtigkeit wegwischen.

Ein Blick in unsere Augen, den Meeresgrund gesehen und wieder aufgetaucht.
Einmal rein und einmal raus.
Nach Luft schnappend und grinsend sich voneinander abstoßen um wieder zusammenzufinden.